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Reitweise
Wir orientieren uns am Vorbild Philippe Karls und des schon verstorbenen französischen Reitmeisters Francois Baucher (1796-1873). Allgemein bekannt ist dieser Stil als “Barockreiten”. Das heißt aber nicht, dass unsere Pferde “Barockpferde” wären. Es sind ganz normale Pferde, welche wir einfach nur möglichst pferdegerecht und korrekt ausbilden. Alle Hilfen werden impulsweise (nur kurz) und sehr leicht gegeben, sie werden für ein besseres Verständnis von Reiter und Pferd ganz kurz nacheinander gegeben und das Pferd sollte von sich aus eine natürliche Versammlung und Selbsthaltung auch am losen Zügel beibehalten. Besonderen Wert legen wir auf die Seitengänge, wobei das Schulterherein als “Aspirin der Reitkunst” und erster Seitengang natürlich besonderen Stellenwert hat. Baucher war es sehr wichtig, dass das Pferd als Schüler absolut entspannt und angstfrei blieb und das ist uns bei unseren Zwei- und Vierbeinigen Schülern genauso wichtig. Deshalb werden im Verlauf einer Reitstunde viele kleine Pausen eingelegt, in denen Pferd und Reiter Zeit zum Nachdenken, Entspannen und Verarbeiten haben. Es ist erstaunlich, welche Fortschritte man so in kürzester Zeit erreicht.
Und: gutes Reiten ist nicht anstrengend! Außer vielleicht für untrainierte Bauch- und Rückenmuskeln auf schwungvollen Pferden. So werden bei uns auch die Schenkelhilfen aus einem lockeren Bein heraus gegeben und sollten genauso fein beim Pferd ankommen wie eine Zügelhilfe. Interessanterweise haben es Anfänger diesbezüglich wesentlich leichter als Reiter, die auf die herkömmliche Art gelernt haben, sich erst mal auf dem Pferd anzuspannen um überhaupt oben zu bleiben.
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